Diese Versicherungen finden die Bundesbürger wichtig

Eine von einem großen Versicherer in Auftrag gegebene Umfrage erhob vor Kurzem die Einstellung der Deutschen zu verschiedenen Arten von Versicherungen. Dabei kam Überraschendes zutage: Beispielsweise halten 85 Prozent eine private Pflegezusatzversicherung nicht für wichtig. Und das, obwohl die Gesetzliche Pflegeversicherung  bekanntermaßen nur eine Ausschnittsdeckung bietet – die Lücke müssen entweder die Pflegebedürftigen oder deren Angehörige mit privatem Vermögen bzw. Einkommen die Lücke füllen.

Auch bei der Altersvorsorge herrscht Sorglosigkeit, hier winken drei Viertel ab. Angesichts der wachsenden Altersarmutsgefährdung eine ebenfalls sehr hohe Ablehnungsquote. Sehr unterschätzt wird das Risiko einer Berufsunfähigkeit, deren Absicherung 61 Prozent der berufstätigen Umfrageteilnehmer nicht wichtig finden. Auch hier sprechen die Fakten eine andere Sprache: Rund jeder vierte Arbeitnehmer muss vor dem Rentenalter krankheitsbedingt aufhören; die staatliche Erwerbsminderungsrente beläuft sich aber allenfalls auf die Hälfte des vorherigen Nettoeinkommens.

Als unverzichtbarer gilt bei den Bundesbürgern dagegen die Kfz-Kasko (für 78 Prozent der Befragten wichtig).  Dicht gefolgt von der Privathaftpflicht-Versicherung, der Wohngebäude-Versicherung (jeweils 74) und der Hausrat-Versicherung (72). Damit wird ein altes Klischee bestätigt: Das eigene Auto ist des Deutschen liebstes Kind.